Basel, CH – März 2017

Lebendviehverwaltung

 

Mit der neuen Lebendviehverwaltung erlauben wir uns, Ihnen einen Ausblick auf SAP Meat Management by msg 6.0 zu geben, das als S4/HANA-Release Mitte 2018 verfügbar sein wird. Das Modul wurde in den vergangenen Monaten von einem Expertenteam konzipiert und wird derzeit in einem Vorprojekt für den Bereich Fisch entwickelt. Auf Wunsch kann die im Q3/2017 erscheinende Version jederzeit als vorgezogene Produktentwicklung im Kundensystem implementiert werden.

 

DOC

 

Das Lebendviehverwaltungsmodul ist ein integraler Bestandteil der Software-Lösung SAP Meat Management by msg und ermöglicht unseren Kunden, in SAP ERP alle Prozesse im Bereich Lebendvieh mittels Softproviding-Meat- und Core-Funktionalitäten zu bearbeiten. Das Modul deckt alle Prozesse im Bereich Lebendvieh unabhängig von den unterschiedlichen Spezies und der aus den resultierenden Teilprozessen geschuldeten Komplexität und Vielfalt ab. Mit der Einbindung in das Projektsystem von SAP stehen ausgeweitete Controlling- und Reporting-Funktionen für aufwendige Plan- oder Ist-Kalkulationen zur Verfügung. Die enge Anlehnung an den Standard bei gleichzeitiger Einbindung von Meat-Management-Funktionalitäten ermöglicht auch eine vollständige Integration weiterer Logistikbereiche wie etwa der Futtermittelproduktion.

 

Das Lebendviehverwaltungsmodul deckt die folgenden Prozesse ab:

  • Lebendviehorganisation
  • Lebendviehproduktionsstrukturen
  • Operative Lebendviehplanung und -ausführung

Lebendviehorganisation

Der Lebendviehorganisationsprozess bietet unseren Kunden die Möglichkeit, ihre eigene Lebendviehorganisation hierarchisch zu strukturieren. Organisationsstrukturen setzen sich aus verschiedenen Objekttypen zusammen, die Funktionalitäten und Daten für die folgenden Bereiche bereitstellen:

  • Spezies (Fisch, Schwein, Geflügel, Rind etc.)
  • Produktionsprozess (Elternproduktion aller Spezies, Eierproduktion für Geflügel und Fisch, Mastproduktion aller Spezies)
  • Produktionsstandort (betriebseigene Farm, Mietfarm, Lohnfarm oder-brüterei)
  • Produktionsstätte (Haus, Käfig, Box, Feld, Inkubator, Tank, Aquarium etc.)

Rindermast

 

In Abhängigkeit von diesen Objekttypen – sog. Lebendviehorganisationsstruktur-Objekttypen – können unsere Kunden verschiedene Datensätze definieren: Kapazitätsdaten in unterschiedlichen Masseinheiten, Distanzen zwischen verschiedenen Standorten (Farm zu Futtermittelfabrik, Farm zu Farm, Farm zu Schlachthof etc.) zwecks Transportplanung, Gültigkeitszeitraum von Verträgen für Subunternehmer oder etwa tierärztliche Untersuchungszeiträume.

 

Lebendviehproduktionsstrukturen

Zusätzlich zu den bestehenden SAP-ERP-Produktionsaufbauoptionen bietet das Lebendviehverwaltungsmodul massgeschneiderte Optionen, um den logistischen und finanziellen Anforderungen der Lebendviehproduktionsindustrie gerecht zu werden. Hier eine Auswahl der erweiterten Produktionsaufbaufunktionen:

  • Definition der Mortalität über den ganzen Lebenszyklus hinweg
  • Definition des Futtermittelverbrauchs über den ganzen Lebenszyklus hinweg
  • Detaillierte zeitliche Planung der Produktionsmenge
  • Auswirkungen der Mortalität auf den Futtermittelverbrauch und die zeitliche Planung bez. Produktionsmenge
  • Kennzeichnen des Lebendviehmaterials über die ganze Produktionskette hinweg
  • Kennzeichnen des Lebendviehmaterials, das nach der Produktion kapitalisiert oder abgeschrieben werden muss, etc.

Fischzucht

 

Operative Lebendviehplanung und –ausführung

Die operative Lebendviehplanung versetzt den Planer in die Lage, die alltäglichen Planungsaktivitäten zu verwalten und Diskrepanzen zwischen Nachfrage und Angebot in jeder Phase des Produktionsprozesses zu erkennen. Der Lebendviehausführungsprozess erfolgt mittels eines entsprechenden Tools zur Verwaltung von Farmen, Häusern, Brütereien und Inkubatoren. Das Ausführungs-Tool macht es möglich, automatisch oder manuell unterschiedliche Objekte wie Lebendviehproduktionszyklen, Herden, Chargen oder Fertigungsaufträge anzulegen.

 

Schweinezucht

 

Für die Datenerfassung von Events wie Mortalität oder Futterverbrauch können im Produktionsaufbauprozess manuelle oder automatische Erfassungen auf Basis von vordefinierten Daten verwendet werden. Manuelle Erfassungen können aus dem Back-Office oder via mobiler Applikationen vorgenommen werden, was den Prozess dezentralisiert. Mit dem Ausführungs-Tool hat das Unternehmen immer den Überblick über die aktiven Produktionsprozesse mit zu jedem Zeitpunkt verfügbaren Details wie Plan-Enddaten, Lebendgewichtszunahme, prognostizierte Produktionsmenge, Ist-Mortalität und Ist-Futtermittelverbrauchsquote.

 

Unsere Kunden dürfen sich auf potente Push/Pull-Planungsfunktionalitäten, Echtzeitkontrolle über den Produktionsstatus sowie volle Kostentransparenz auf jeder Stufe freuen. Lückenlose Kostenkontrolle und eine konsequente Umsetzung der gesetzlich geforderte Rückverfolgbarkeit sind weitere Highlights dieser neuen Standardanwendung von SAP Meat Management by msg.

 

Wenn wir durch diesen Artikel Ihr Interesse geweckt haben sollten, zögern Sie bitte nicht, sich für weitere Informationen an Herrn Stephan Kronbichler (Business Development) zu wenden. Am besten via E-Mail oder per Telefon +41 (0)61 508 21 42.